Mampfis Irland Rundfahrt

hier müßt ihr mal hinfahren ...
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mampfi
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Beitrag von mampfi »

Stimmt ........... wenn kein Öl mehr drin ist ........ :grins: Dann schütt ich Guinness rein ... #bier#

:biker:

Na wenigstens bleiben mir die trockenen Federn .................
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mampfi
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Beitrag von mampfi »

Der heutige Tag führte uns 80 KM nördlich unserer Unterkunft zum Einstieg der heutigen Runde und gleichzeitig auch zum nördlichsten Punkt unserer Irland Reise. Ballyvaughan heißt das kleine Nest, liegt etwas unterhalb von Dublin gegenüber an der Westküste ‚Irlands. Von hier startet die Küstenstraße die uns noch weit südlich führen sollte. Während sich der Anfang noch recht trübe gestaltete, lockerte das Wetter schnell auf und bot einen phantastischen Einstieg der Runde. Siehe hierzu auch Bilder in der Fotogalerie. Mit der Zeit trübte das Wetter wieder ein und ich war schon gespannt was man von Cliffs of Mohar bei diesem Wetter wohl sehen würde. Das Wetter wurde trüber und trüber, Nebel was das Zeug hielt. Dann Ankunft am Parkplatz der Cliffs. Sollen wir überhaupt auf den Parkplatz, wenn man sowieso nichts sieht? Na klar! Wen man schon mal hier ist? Der Wind blies stark, die Dicke wackelte auf dem Seitenständer sogar leicht. Plötzlich lichtete sich das Wetter wieder. Binnen weniger Minuten war der Nebel praktisch komplett verschwunden. Also nahmen wir den Fußmarsch in Kauf um auf den Aussichtsweg der Cliffs zu kommen. Eine Entscheidung die wir nicht bereut haben (Siehe Bilder). Viele tolle Ausblicke auf den Atlantik wurden uns noch geboten bis wir die 80 KM von morgens plus weitere 30 KM wieder südlich fuhren um an einem der abgelegensten Punkte in Irland anzukommen. Ein Leuchtturm Namens Loop End auf einem Landzipfel direkt am Atlantik. Gelegentlich kommen da wohl doch Leute vorbei. Es standen ca. 6 Autos auf dem Parkplatz und für 3 Euro durften wir auch auf den Leuchtturm rauf. Das TomTom kann man hier praktisch nicht verwenden. Es kennt zwar alle Straßen, auch die Ortsnamen finden sich auf der Landkarte während des Fahrens, es fehlen aber viele Ortsnamen in der Datenbank! Und wenn man im TomTom keine Ortsnamen eingeben kann, kann man weder dorthin navigieren, noch lassen sich POI’s finden. Na ja was solls eben mal wieder nach Karte gefahren. Das hatte auch was ….. Die Route aufzeichnen ging natürlich trotzdem. Heute bin ich auch auf die Bedeutung der Temposchilder gekommen! Wenn am Ortsende Tempo 100 steht, so heißt das: „Wetten daß Sie es nicht schaffen hier 100 zu fahren?“ ……………….Lach. OK die 269 KM heute gingen echt in die Knochen. Gute Nacht. Die Gabelholme werden erst morgen früh abgewischt.
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Tag 9

Beitrag von mampfi »

Gestern sahen wir auf der Heimfahrt noch Klippen zwischen 2 Häusern. Das machte uns neugierig und so starteten wir heute Morgen um uns dieses Schauspiel näher anzuschauen. Der Zufall brachte uns zu den „Bridges of Ross“. Ross ist ein Super kleiner Ort welcher das Navi nicht kennt, geschweige denn dieses Naturschauspiel. Es war gut daß uns unsere Neugier dort hintrieb (Siehe Bilder Bridges of Ross). Auf dem Rückweg zur heutigen Tour mußte/wollte ich tanken. 325 KM standen bereits auf der Uhr. Dann Schock 1,59 Euro. Das hatten wir bisher noch nicht gesehen, zwischen 1,50 und 1,54 Euro sind hier normal. Da kam der Schwabe durch. Wir fuhren weiter jetzt standen 334 KM auf der Uhr. Erneuter Schock 1,64 Euro der Liter Unleaded. Das kann doch nicht sein, also weiter. Der Zeiger der Tankuhr wanderte nun in den Bereich zwischen Ende Roter Bereich und Linksanschlag. Dann endlich eine Tanke 1,54 Euro 357 KM standen nun auf der Uhr und 19,82 Liter passten in den Tank. Das waren dann historisch niedrige 5,54 Liter auf 100 KM. Den geringsten Verbrauch den ich für mich seit betreiben der Spritmonitor Seite verzeichnen konnte. Jetzt konnte entspannt die Tour des Tages beginnen. Diese sollte uns durch den „Burren“ führen. Bessere
Worte wie diese Gegend die Broschüre vom ADAC beschreibt konnte ich nicht finden. „Kein Wasser zum Ertränken, kein Baum zum Erhängen, keine Erde zum Begraben“ ----- genau das ist der Burren. Als kleiner Abklatsch von Stonehenge kann man das uralte Grabmonument „Poulnabrone Dolmen“ durchgehen lassen. Heute noch stehen vier große Steinplatten a 1,5 Tonnen an dem Ort an dem sie vor 5500 Jahren platziert wurden. Aillwe Cave, Canan Church und der Ort Einis waren weitere nennenswerte Haltepunkte der Fahrt durch den Burren. 269 KM die bei weitem nicht so ins „Gebälk“ gingen als die gestern. Jetzt noch ein paar Guinness und der Tag kann friedlich zu Ende gehen.
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Tag 10

Beitrag von mampfi »

Aufgrund des schweren Zwischenfalls mit MarcR möchte ich den 10.Tag so zusammenfassen.

270 KM führten uns heute über sehr ebene und sehr gerade Straßen (Autobahn) zu unserem Zwischenstopp in Dublin. Morgen ist frühes Aufstehen angesagt. Das Boot geht um 8:05. Ein Stunde früher muß man da sein. Also um 7!!! Mit aufstehen, packen und zum Fährhafen fahren macht das Wecker klingeln um 5:45!!!

Gott sei Dank daß wir bis jetzt immer heile angekommen sind.

Und nochmal ..... MarcR ....... Alles Gute
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Tag 11

Beitrag von mampfi »

Mit etwas Wehmut nahmen wir heute Morgen das Boot nach Holyhead England und somit Abschied von Irland. Frühes Aufstehen war angesagt um die Fähre zu erwischen. Aber die Zeit braucht man ja wieder um an den nächsten Übernachtungsort zu kommen. 490 KM waren wir unterwegs, 390 davon über die Autobahn. Wir kamen erst um 11:30 in Holyhead an, da bleibt eigentlich nur die Wahl über die Autobahn um ordentlich KM zu machen. Wir haben uns für das Ibis Hotel in Gloucester entschieden. Guter Standard für überschaubares Geld und passend gelegen um Morgen über Stonehenge nach Dover zu fahren. Bilder gibt es heute keine. Die Filmkamera hat ein paar Minuten schönen Strand am Rande der Autobahn aufgezeichnet. Der Verbrauch lag beim Autobahneinsatz auch wieder bei gewohnten 6,31 l/100 KM. Am Rande erwähnenswert ist vielleicht daß der „getapte Rider“ anstandslos und einwandfrei seine Arbeit verrichtet, sofern die geforderten Orte in der Datenbank vorhanden sind.
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Beitrag von mampfi »

Der heutige Tag bot mehr als man ihm zutraute. Das erste Ziel war Stonehenge. Kurz davor gab es aber auch noch Woodhenge. Ein ähnliches Mysterium wie Stonehenge nur daß sich hier nahezu keiner dafür interessierte. Nach 105 KM hatten wir also Stonehenge erreicht. Positiv: Bikes kosten keine Parkgebühr. Eintritt 7,50 GBP --> ca. 9,-- Euro. Auch hier galt: Entweder zahlen wenn man mal schon hier ist oder weiterfahren. Wir haben uns fürs Zahlen entschieden. Sind tapfer eine Runde um die Steine gelaufen und jede Menge Bilder und Filmsequenzen erstellt (siehe auch Fotogalerie). Auf dem Parkplatz trafen wir dann Biker aus dem Raum SG, NE und W. Die haben wesentlich mehr für die Fähre bezahlt als wir. Als sie dann hörten daß unsere Fähre einfach nach Irland 90,-- Euro kostete, haben sie Ihren „Expresszuschlag“ dazu gerechnet und begannen schon zu überlegen ob sie überhaupt nach Irland fahren sollen. Bemerkenseret ist vielleicht auch noch daß 2 mit Beiwagen dabei waren. Einer davon mit einer Effjott. Er bestätigte mir einen Spritverbrauch zwischen 10 und 12 Liter / 100 KM. Er läßt also ungefähr dasselbe Geld auf der Straße wie wir in den „günstigen Hotels“. Wir haben ihnen dann noch empfohlen sie sollen wenn es irgendwie geht nach Irland fahren, weil sie sich sonst in den Hintern beißen würden. Unsere Reise ging derweil weiter durch die englichen Gebiete Sussex und Kent (der Garten Englands). An einer kleinen Tankstelle die sauber wie geleckt war, auch in der Werkstatt, tankten wir. Ich muß mich verbessern. Auf dem Boden der Werkstatt sah ich glaube ich kleine Kuchénkrümel. Die sind wohl daher als sie das letzte mal auf dem blitzeblanken Werkstattboden Kuchen aßen …………..lach. Ein Jaguar E-Type stand auf der Bühne und etliche Oldtimer auf dem Hof. Unter anderem ein Citroen aus dem Jahr 1922!!! Als ich neugierig nach dem Jaguar fragte führte mich der Meister bereitwillig in seine Werkstatt und offerierte mir den E-Type den er zur Wartung hatte. 4,2 Liter Hubraum mit 3 Weber Doppelvergasern bestückt und 99000 Meilen auf der Uhr. Der Wagen war nachlackiert. Ich sagte daß dem Werkstattmeister. Er staunte nicht schlecht und ich auch, wievile doch von der E-Type wußte. Am Ende des Tages brachten uns 400 KM nach Dover. Das Best Western Hotel liegt direkt an der Bucht. So genossen wir den Ärmelkanal und die Stadt Dover wo wir noch in einem Pub ein Bier und einen Whisky tranken. Weil wir moregen auf jeden Fall bis nach Deutschland kommen wollen, haben wir die Fähre nach Calais von 10 auf 8:15 vorverlegt. Morgen wird stressig. Voraussichtlich warten rund 500 KM auf uns. Deshalb noch diesen Bericht ins Forum und dann ins Bett.
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Beitrag von mampfi »

Wegen fehlendem Internet gestern hier der Nachtrag von gestern dem vorletzten Tag:

521 KM war die heutige Etappe lang davon 482 auf der Straße der Rest auf dem Schiff von Dover nach Calais. In Calais dachten wir noch wir könnten die Sonnenbrillen brauchen. In einer Vorahnung waren wir dann doch nicht so voreilig und warteten ab. Lange brauchten wir nicht zu warten und es war klar daß wir die Sonnenbrillen nicht mehr brauchen würden. Heute wollten wir unbedingt bis nach Deutschland kommen. In einem Krimi sahen wir vor längerer Zeit den vermeintlich schönsten Ort in der Eifel. Daran haben wir uns erinnert und haben dort als letzten Zwischenstopp ein Zimmer mit Frühstück gemietet. Die Fahrt ging zügig über die Autobahn. Mit einem Schnitt von 110 KM/h kamen wir prächtig voran. Oft haarscharf an einem Stau vorbei. Ein Kuriosum geschah dann an der Tanke in Belgien. Hier mußte man vorausbezahlen!!! Nur hatte ich keine Ahnung für wieviel Euro ich Sprit benötigte um den Tank voll zu bekommen. Bei einem Spritpreis von 1,60 Euro pro Liter entschied ich mich für 30 Euro Vorauszahlung was meinen Tank allerdings nicht ganz vollständig füllte. Ich könnte mir gut vorstellen daß die Vorauszahlerei an der Tanke eines Tages auch bei uns Schule machen könnte. Um 14:30 Uhr überfuhren wir dann die Grenze nach Deutschland. In der Nähe von Aachen sah es so aus als ob ich zum ersten Mal auf der Reise die dickeren Handschuhe bräuchte. Aber auch hier fuhr ich erst mal weiter und verzichtete auf den Handschuhwechsel. Ich war aber definitiv dem Handschuhwechsel näher als der Sonnenbrille in Calais. Geschüttet hat es auch im Bereich Aachen. Auch dieser Regen war wesentlich stärker als das was gelegentlich in England und Irland abbekamen. Nichts desto trotz kamen wir um 17:00 hier in Monreal mit dem nahezu letzten Tropfen Sprit an. Eine Ortsbegehung von Monreal und eine Einkehr in der hiesigen Pizzeria rundeten den vorletzten Tag ab. Da es hier mit dem Stick 0,00 Internet gibt, habe ich diesen Text am Abend des 9.August 2011 verfasst und werde ihn nach dem Eintreffen zu Hause nachträglich ins Forum stellen. ……………..und morgen früh als allererstes schnellstmöglich und sehr behäbig nach Mayen zum tanken.
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Beitrag von mampfi »

Wir sind Zuhause. Die letzte Etappe stand heute an. 345 KM sollten es sein die uns von Monreal nach Eislingen bringen. Heute brauchten wir sogar noch den ganzen Tag die Sonnenbrille. Die ersten KM führten uns über schöne kurvige Straßen durch die Eifel. Es folgte noch einen Zipfel an der Mosel entlang bis es um den Bereich Ludwigshafen dann doch sehr zäh und öde wurde. Deshalb wurde bei einer Pause der Rider kurzerhand auf „Kurvenreiche Strecke“ umprogrammiert. Dieser belohnte uns danach tatsächlich mit schönen kurvigen Sträßchen bis nach Hause. 5055 Km sind es geworden. Wir brauchten weder Windjacke, Regenschirm noch Handschuhe zum Wechseln. Wir kamen öfters in Regen, hatten aber nie Probleme mit nassen Klamotten. Wie schon am Vortag beschrieben, hatten wir das mit Abstand mieseste Wetter auf der Rückfahrt im Bereich Aachen wo es sehr stark regnete und auch noch dazu sehr kalt war. 5055 Km die wir wieder fahren würden. Wir würden das eine oder andere anders machen, aber solche Erkenntnisse wird es immer geben. Morgen wird dann der Rider zerlegt und geschaut was man da am Gehäuse machen kann, das Mopped einer gründlichen Untersuchung unterzogen und dann sind da ja noch die Simmerringe der Vordergabel die erneuert werden müssen. Es gibt viel zu tun ……. Morgen packen wir’s an………….
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Filou
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Beitrag von Filou »

schön das ihr wieder da seid :biker:

aber die simmerringe hättest ja eben noch machen können tztztz :grins:
Gruß Filou (wurde auch schon Vergaserpapst genannt)

Und ein Leistungsdiagramm wie Gemalt...:-))

Ich bin wie ich bin. Die einen kennen mich, die anderen können mich !

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Beitrag von mampfi »

:grins:

weil man unterwegs sonst ja nix zu tun hat.......
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Oldman
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Beitrag von Oldman »

Hallo ihr beiden,

gut dass alles so hingehauen hat.
Dein Bericht war echt kurzweilig zu lesen.

:respekt:

Ich habe das nicht drauf!

:respekt:

:biker:
Cu Oldman

Was ist teuerer als ne Frau? Die Ex-Frau
Money for nothin' and chicks for free (nix)
Die 7. mit Ganganzeige vom Cheffe abgenommen

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mampfi
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Beitrag von mampfi »

Zum Abschluß habe ich jetzt noch die vom Rider aufgezeichenten Tagesetappen in den Downloadbereich hochgeladen.
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